Stolpersteine werden verlegt

Das Grab der Geschwister Samuel (1887-1982) und Rosa (1892-1971) Lazarus auf dem jüdischen Friedhof an der Buchenstraße in Weener. Foto: Barbara Wündisch-Konz

Zu der öffentlichen Veranstaltung am Freitag, 21. Oktober 2022, mit Künstler Gunter Demnig lädt der "Arbeitskreis Stolpersteine" aus Weener ein. Die Uhrzeit wird noch bekannt gegeben. Die Stolpersteine werden durch Spenden des Konfirmandenjahrgangs 2022 und ihrer Eltern finanziert. Ein Stein kostet 120 Euro.

Die jüdischen Geschwister Rosa und Samuel Lazarus aus Stapelmoor wurden in der Nazi-Zeit verfolgt, entrechtet und enteignet. Zu ihrem Gedenken erhalten sie zwei „Stolpersteine“ im Gehweg an der Hauptstraße, auf der Höhe ihres ehemaligen Elternhauses am Unnerpad, Hauptstraße 31.

Rosa wurde damals im Dorf versteckt, ehe sie in die Niederlande floh und im Haus eines evangelischen Pastors zusammen mit anderen Juden versteckt wurde. Der Viehhändler Samuel Lazarus überlebte mehrere Konzentrationslager. Seine Frau und seine Tochter wurden in Auschwitz ermordet. Beide Geschwister kehrten nach dem Krieg nach Stapelmoor zurück und lebten hier bis zu ihrem Tod.

Ab 21. Oktober ist auch eine Broschüre über das Leben von Rosa und Samuel Lazarus gegen eine Spende erhältlich. An den Druckkosten haben sich die Ev.-ref. Kirchengemeinde Stapelmoor, der Dorfverein und die Teescheune Wichers beteiligt.

Im vergangenen Jahr hatte unsere Kirchengemeinde den Film "Rosa - eine unsichtbare Frau" des Werkstattfilm Oldenburg e.V. in der Alten Schule gezeigt, der das Leben, die Flucht und die Rückkehr von Rosa Lazarus erzählt. Bis zu ihrem Lebensende führte die unverheiratete Frau, genannt "Roske", ihrem Bruder den Haushalt. Viele Menschen im Dorf können sich noch an die jüdischen Geschwister erinnern.

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